Was der Untergrund vorgibt
Ein Belag wird nur so gut wie der Untergrund darunter. Deshalb wird gemessen: Restfeuchte des Estrichs, Ebenheit über die Fläche, Festigkeit der Oberfläche. Bei Fußbodenheizung kommt der Wärmedurchlasswiderstand des geplanten Belags dazu – ein zu dämmender Aufbau macht die Heizung wirkungslos.
Die Aufbauhöhe ist im Bestand oft der begrenzende Punkt. Türen, Türzargen, Übergänge zu anderen Räumen und Anschlusshöhen an Balkontüren geben vor, wie dick der neue Aufbau sein darf. Das messen wir vorher, statt später Türen zu kürzen.
- Restfeuchte und Ebenheit prüfen
- Aufbauhöhe gegen Türen und Übergänge rechnen
- Trittschall und Wärmedurchlass bewerten
- Untergrund spachteln und grundieren
- Belag verlegen, Sockelleisten und Übergänge setzen
Welcher Belag wohin passt
Parkett ist langlebig und mehrfach abschleifbar, verlangt aber ein stabiles Raumklima und verträgt keine Nässe. Vinyl ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und leise, in Klebeausführung auch für Fußbodenheizung gut geeignet. Laminat ist günstig, aber empfindlich an den Kanten. Fliesen sind im Bad und in Nassbereichen die richtige Wahl.
In Altbauten mit Holzbalkendecken sind schwere Aufbauten oft nicht möglich. Dann kommen Trockenestrich-Systeme mit Ausgleichsschüttung zum Einsatz – leichter, sofort belastbar und mit gutem Trittschallverhalten.
Altes Parkett aufarbeiten statt ersetzen
Massivparkett und ausreichend dickes Fertigparkett lassen sich mehrfach abschleifen und neu versiegeln oder ölen. Das ist deutlich günstiger als ein neuer Boden und erhält einen Bestand, der oft besser ist als vieles, was heute verlegt wird.
Vor dem Schleifen prüfen wir die Nutzschichtdicke und den Zustand der Verklebung. Lose Stäbe werden neu verklebt, fehlende ergänzt. Bei sehr dünn geschliffenen Böden raten wir ab – dann ist die Nutzschicht am Ende.
