Holzbalkendecken, Schüttung und Trittschall
Die meisten Würzburger Altbauten haben Holzbalkendecken mit einer Schüttung aus Sand, Schlacke oder Bauschutt. Diese Konstruktion ist tragfähig und bewährt, aber leicht und hellhörig. Ein schwerer Zementestrich lässt sich darauf nicht ohne Weiteres aufbringen – die Deckenlast muss geprüft werden, bevor irgendetwas entschieden wird.
Für den Trittschall gibt es Lösungen, die zur Konstruktion passen: Trockenestrich mit Schüttung, gebundene Ausgleichsschüttungen, Federbügel unter der abgehängten Decke. Welche davon sinnvoll ist, hängt vom Aufbau und von der zulässigen Aufbauhöhe ab. Bei alten Türstürzen zählt jeder Zentimeter.
- Deckenaufbau öffnen und Tragfähigkeit klären
- Balkenköpfe an den Auflagern auf Fäulnis prüfen
- Aufbauhöhe gegen Türstürze und Fensterbrüstungen rechnen
- Trittschall passend zur Leichtbaukonstruktion lösen
Feuchtigkeit im Mauerwerk richtig einordnen
Altbauten haben in der Regel keine oder nur eine unvollständige Horizontalsperre. Feuchtigkeit steigt im Mauerwerk auf und zeigt sich als Salzausblühung, abplatzender Putz oder muffiger Geruch im Erdgeschoss. Das ist ein bekanntes Bild und kein Grund zur Panik – aber es muss ursächlich behandelt werden, nicht überstrichen.
Bevor abgedichtet oder trockengelegt wird, gehört die Ursache geklärt: aufsteigende Feuchte, seitlich eindringendes Wasser, ein Rohrschaden oder schlicht Kondensat an einer kalten Wand. Die vier Ursachen sehen ähnlich aus und verlangen völlig unterschiedliche Maßnahmen.
Was bei einer Altbausanierung in Würzburg erhalten bleiben sollte
Nicht alles Alte muss weg. Kastenfenster lassen sich oft aufarbeiten und erreichen mit einer zusätzlichen Dichtungsebene erstaunlich gute Werte. Dielenböden sind meist dicker als alles, was heute verlegt wird, und tragen nach dem Abschleifen weitere Jahrzehnte. Stuck, Türblätter und Beschläge sind Details, die einem Altbau seinen Wert geben und die sich nicht nachkaufen lassen.
Wir gehen den Bestand deshalb mit Ihnen durch und trennen: Was ist am Ende seiner Nutzungsdauer, was ist nur ungepflegt, und was ist erhaltenswert? Diese Unterscheidung spart häufig mehr Geld, als jede Verhandlung über Materialpreise.
Schadstoffe im Bestand
In Gebäuden bis in die achtziger Jahre finden sich je nach Baujahr asbesthaltige Materialien, alte Bodenkleber, teerhaltige Abdichtungen oder künstliche Mineralfasern. Das ist kein Grund, von einer Sanierung Abstand zu nehmen, aber ein Punkt, der vor dem Rückbau geklärt sein muss. Für die Entsorgung gelten eigene Vorschriften, und für einzelne Materialien sind Fachbetriebe mit besonderer Zulassung vorgeschrieben. Wir sagen Ihnen, wann eine Materialprobe sinnvoll ist, bevor jemand die erste Wand öffnet.
