Der Anschluss an die Wand ist die eigentliche Arbeit
Ein fachgerechter Einbau arbeitet mit drei Ebenen: innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und dampfdurchlässig. Wird nur ausgeschäumt, ist die Fuge weder luftdicht noch dauerhaft – Bauschaum allein ist keine Abdichtung.
Innen dichter als außen, so lautet die Regel. Andernfalls wandert warme Raumluft in die Fuge, kühlt dort ab und gibt ihre Feuchtigkeit an die Konstruktion ab. Nach ein paar Wintern zeigt sich das als dunkler Rand an der Laibung.
- Innere Ebene luftdicht ausführen
- Fugendämmung vollflächig, ohne Hohlräume
- Äußere Ebene schlagregendicht und diffusionsoffen
- Fensterbank innen und außen sauber anschließen
- Rollladenkasten prüfen und gegebenenfalls dämmen
Warum Lüftung zum Fenstertausch gehört
Alte Fenster waren undicht – das war energetisch schlecht, sorgte aber für ständigen Luftwechsel. Nach dem Tausch fällt dieser Luftwechsel weg, die Raumluftfeuchte steigt, und Feuchtigkeit schlägt sich an den kältesten verbliebenen Stellen nieder. Das ist der häufigste Grund, warum nach einem Fenstertausch plötzlich Schimmel auftritt.
Deshalb gehört zum Fenstertausch die Frage, wie künftig gelüftet wird: konsequentes Stoßlüften, Falzlüfter im Fensterrahmen oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Welche Lösung passt, hängt vom Nutzungsverhalten und vom Gebäude ab.
Wann sich Fenster austauschen in Würzburg wirklich lohnt
Bei einfach verglasten Fenstern und bei Isolierverglasung aus den siebziger und achtziger Jahren lohnt der Tausch fast immer. Bei Fenstern aus den späten neunziger Jahren ist es eine Rechenaufgabe – oft bringt eine Erneuerung der Dichtungen und eine Nachjustierung der Beschläge fast so viel wie ein Austausch.
Im Altbau und im Denkmal ist die Aufarbeitung vorhandener Kastenfenster häufig die bessere Lösung. Mit neuer Dichtungsebene und ertüchtigtem Innenflügel erreichen sie gute Werte, erhalten die Substanz und sind denkmalrechtlich unproblematisch.
