Warum Beton von innen kaputtgeht
Balkonplatten sind Stahlbeton. Der Beton schützt den Stahl vor Korrosion – solange er dicht und ausreichend dick ist. Dringt Wasser bis zur Bewehrung, rostet der Stahl, dehnt sich dabei aus und sprengt den Beton von innen ab. Das ist der abplatzende Rand, den man von unten sieht.
Deshalb ist eine Balkonsanierung nie nur eine Frage des Belags. Der freigelegte Stahl muss entrostet und passiviert, der fehlende Beton mit Reprofilierungsmörtel ergänzt werden. Erst danach folgen Abdichtung und Oberfläche.
- Lose Betonteile abtragen, Bewehrung freilegen
- Stahl entrosten und Korrosionsschutz auftragen
- Fehlstellen mit Mörtel reprofilieren
- Gefälle herstellen, Abdichtung aufbringen
- Randabschluss und Entwässerung anschließen
Gefälle, Rand und Entwässerung
Die drei häufigsten Fehler bei einer Balkonsanierung in Würzburg sind: kein ausreichendes Gefälle, ein fehlender Randabschluss und eine Entwässerung, die das Wasser an der Fassade herunterlaufen lässt. Jeder einzelne führt dazu, dass das Wasser stehen bleibt oder an die falsche Stelle gelangt.
Ein Balkon braucht mindestens ein bis zwei Prozent Gefälle zur Traufseite, ein sauberes Tropfkantenprofil an der Vorderkante und einen Anschluss an die Hauswand, der über die spätere Belagsoberkante hochgeführt ist. Der Türanschluss ist dabei der kritischste Punkt – dort ist die Höhendifferenz zwischen Innenraum und Belag oft zu gering.
Beläge und ihre Folgen
Fliesen im Dünnbett auf einer Verbundabdichtung sind die häufigste Lösung und funktionieren, wenn Frostbeständigkeit und Fugenmaterial stimmen. Plattenbeläge auf Stelzlagern lassen Wasser durchlaufen und erlauben eine Abdichtung darunter, die zugänglich bleibt – im Bestand oft die praktischere Wahl.
Flüssigkunststoffe sind nahtlos und eignen sich für schwierige Geometrien und Anschlüsse. Sie verlangen aber einen sorgfältig vorbereiteten Untergrund und Verarbeitung bei geeigneter Witterung.
