Warum der Stahl rostet
Frischer Beton ist stark alkalisch und bildet auf dem Bewehrungsstahl eine schützende Schicht. Über die Jahre reagiert der Beton mit Kohlendioxid aus der Luft und wird von der Oberfläche her neutraler – man spricht von Karbonatisierung. Erreicht diese Zone den Stahl, verliert er seinen Schutz und beginnt bei Feuchtigkeit zu rosten.
Rostender Stahl nimmt ein Vielfaches seines Volumens ein und sprengt den Beton ab. Beschleunigt wird das durch zu geringe Betondeckung – wenn der Stahl von Anfang an zu nah an der Oberfläche lag. Deshalb messen wir vor der Instandsetzung die Karbonatisierungstiefe und die Betondeckung.
- Karbonatisierungstiefe und Betondeckung messen
- Losen Beton vollständig abtragen
- Bewehrung rundum freilegen und entrosten
- Korrosionsschutz auftragen
- Mit Reprofilierungsmörtel ergänzen und beschichten
Der Ablauf einer Betonsanierung in Würzburg
Zuerst wird der schadhafte Beton abgetragen – und zwar so weit, dass die Bewehrung rundherum frei liegt, nicht nur an der sichtbaren Seite. Nur so lässt sich der Stahl vollständig entrosten und mit Korrosionsschutz versehen.
Danach wird mit einem systemzugehörigen Mörtel ergänzt und die Fläche mit einer Beschichtung geschlossen, die karbonatisierungsbremsend wirkt und Wasser abweist, aber Wasserdampf durchlässt. Diese Beschichtung ist kein optionaler Anstrich, sondern Teil des Schutzsystems.
Wann eine Instandsetzung nicht mehr reicht
Ist der Bewehrungsquerschnitt durch Korrosion erheblich reduziert, ist die Tragfähigkeit betroffen. Dann genügt keine Instandsetzung, sondern es braucht eine statische Beurteilung und gegebenenfalls eine Verstärkung oder den Ersatz des Bauteils. Wir sagen Ihnen deutlich, wenn wir diesen Punkt für erreicht halten – das ist keine Frage der Optik.
