Bauabschnitte statt Gesamtbaustelle
Ein bewohntes Mehrfamilienhaus wird nicht auf einmal saniert, sondern in Abschnitten – strangweise, geschossweise oder wohnungsweise, je nachdem, was erneuert wird. Wird eine Steigleitung getauscht, sind alle Wohnungen desselben Strangs betroffen, aber nur für wenige Tage. Werden Bäder erneuert, geht es Wohnung für Wohnung.
Die Abschnitte legen wir so, dass Wasser- und Heizungsunterbrechungen kurz und angekündigt sind. Provisorien wie mobile Sanitäreinheiten oder eine vorübergehende Umgehungsleitung sind bei größeren Vorhaben oft die günstigere Lösung, verglichen mit dem Ärger, den eine Woche ohne Wasser auslöst.
- Strangweise oder geschossweise Abschnitte planen
- Versorgungsunterbrechungen kurz halten und ankündigen
- Treppenhaus, Aufzug und Zugänge dauerhaft nutzbar halten
- Feste Ansprechperson für Mieterfragen benennen
Mietverhältnisse und Modernisierung
Bei vermieteten Wohnungen gelten für Ankündigung, Duldung und eine mögliche Mieterhöhung nach Modernisierung die Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Fristen, Formvorschriften und die Frage, welche Maßnahmen als Modernisierung und welche als Instandhaltung gelten, entscheiden über die spätere Umlagefähigkeit – und werden im Streitfall genau geprüft.
Diese Punkte gehören vor Baubeginn zu einem Rechtsberater oder Ihrem Verband, nicht auf die Baustelle. Wir richten den Bauablauf und die Dokumentation daran aus: getrennte Erfassung von Instandhaltung und Modernisierung, nachvollziehbare Leistungsnachweise, Fotodokumentation der Bauabschnitte.
Worauf es beim Mehrfamilienhaus sanieren in Würzburg besonders ankommt
Kommunikation entscheidet über den Verlauf. Ein Aushang mit Bauzeitenplan, ein Merkblatt in jedem Briefkasten und eine benannte Ansprechperson verhindern den größten Teil der Beschwerden. Mieter akzeptieren Lärm und Einschränkungen erstaunlich gut, wenn sie wissen, wann es losgeht, wie lange es dauert und an wen sie sich wenden können.
Der zweite Punkt ist das Treppenhaus. Es ist Fluchtweg und muss frei bleiben, es ist Gemeinschaftsfläche und wird täglich genutzt. Abdeckung, tägliche Reinigung und geordnete Materiallagerung sind hier keine Kür, sondern Voraussetzung dafür, dass das Haus während der Bauzeit funktioniert.
Typische Maßnahmen im Bestand
Am häufigsten geht es um Steigleitungen für Wasser und Abwasser, um die Elektroverteilung, um Bäder bei Mieterwechsel, um die Heizungsanlage und um die Gebäudehülle. Viele dieser Maßnahmen lassen sich sinnvoll bündeln: Wird der Strang ohnehin geöffnet, sollten Wasser, Abwasser und Elektrik gemeinsam erneuert werden, statt dieselben Schächte in drei Jahren wieder zu öffnen.
