Was zur Dachhaut gehört
Die Ziegel oder Dachsteine sind nur die erste Ebene. Darunter liegt das Unterdach, das Wasser ableitet, das durch Wind unter die Eindeckung getrieben wird. Dann folgt die Konterlattung, die die Hinterlüftung sicherstellt, danach die Dämmebene und innen die luftdichte Schicht.
Schäden entstehen selten im Ziegel selbst, sondern an den Anschlüssen: Kaminanschluss, Dachfenster, Kehlen, Gauben, Traufe und Ortgang. Diese Punkte sind es, die wir bei einer Begehung zuerst ansehen.
- Eindeckung auf gebrochene und verschobene Ziegel prüfen
- Unterdach und Konterlattung bewerten
- Anschlüsse an Kamin, Fenster und Kehlen kontrollieren
- Dachstuhl auf Feuchtigkeit und Schädlinge untersuchen
- Entwässerung, Rinnen und Fallrohre prüfen
Wann eine Dachsanierung in Würzburg mit Dämmung sinnvoll ist
Wenn die Eindeckung ohnehin herunterkommt, ist der Moment für eine Aufsparrendämmung gekommen – sie ist die bauphysikalisch beste Lösung, weil sie die Konstruktion vollständig umschließt und keine Wärmebrücken an den Sparren lässt. Später nachgerüstet bedeutet sie eine zweite Neueindeckung.
Bleibt die Eindeckung erhalten, kommt nur eine Zwischen- und Untersparrendämmung von innen in Betracht. Das ist möglich, verlangt aber besondere Sorgfalt bei der luftdichten Ebene und bei der Hinterlüftung über der Dämmung.
Ziegel, Blech oder Bitumen
Bei Steildächern sind Tondachziegel und Betondachsteine die Standardlösungen; sie unterscheiden sich in Gewicht, Preis und Optik. Bei geringen Dachneigungen und bei Gauben kommen Blecheindeckungen zum Einsatz. Flachdächer werden mit Bitumenbahnen oder Kunststoffabdichtungen ausgeführt.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden und in Ensemblelagen ist die Auswahl eingeschränkt – Form, Farbe und teils das Material sind vorgegeben. Diese Abstimmung gehört vor die Materialbestellung.
