Zwei Wege, eine Sperrschicht einzuziehen
Beim mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk abschnittsweise aufgesägt oder aufgestemmt und eine Sperrbahn oder Edelstahlplatte eingebracht. Das ist die zuverlässigste Methode, aber aufwendig und nur bei geeignetem, durchgehendem Fugenverlauf möglich.
Beim Injektionsverfahren werden Bohrlöcher in einer Reihe gesetzt und ein Sperrmittel eingebracht, das im Mauerwerk eine wasserabweisende Zone bildet. Entscheidend sind Bohrbild, Neigung, Materialmenge und der Durchfeuchtungsgrad – ist die Wand zu nass, kann sich die Sperre nicht ausbilden. Dann wird vorher getrocknet.
- Durchfeuchtungsgrad und Mauerwerksart bestimmen
- Verfahren wählen: mechanisch oder Injektion
- Bohrbild und Materialmenge festlegen
- Sperre einbringen und Bohrlöcher schließen
- Salzbelasteten Putz abtragen und Sanierputz aufbringen
Was nach dem Trockenlegen folgt
Der alte, salzhaltige Putz muss vollständig abgetragen werden – meist bis mindestens achtzig Zentimeter über den sichtbaren Feuchtesaum hinaus. Er bleibt sonst als Salzdepot in der Wand und zieht weiter Feuchtigkeit an.
Anschließend kommt ein Sanierputzsystem auf. Es nimmt verbleibende Salze in seinem Porenraum auf und lässt die Wand austrocknen, ohne dass die Oberfläche wieder abplatzt. Ein normaler Kalkzementputz an dieser Stelle hält selten länger als zwei Jahre.
Wie lange Mauerwerk trockenlegen in Würzburg wirklich braucht
Die Sperre ist nach wenigen Tagen eingebracht. Das Austrocknen der Wand dauert wesentlich länger: als grober Anhalt etwa ein Zentimeter Wandtiefe pro Monat. Eine fünfzig Zentimeter starke Bruchsteinwand braucht damit Jahre, bis sie durchgetrocknet ist.
Das ist kein Mangel der Maßnahme, sondern Physik. Wer verspricht, dass eine Wand nach vier Wochen trocken ist, verspricht etwas, das nicht eintreten kann. Wir sagen Ihnen die realistische Dauer vorher.
